Einfuehrung in das wissenschaftliche Arbeiten
Freitag, 3. Februar 2006
Du stehst in Licht und Schatten,
siehst, was wir haben
und was wir hatten.
Siehst den Tag und siehst die Nacht,
hast viel Zeit damit verbracht,
alles genau zu besehen,
jedes Detail zu verstehen.
Wo die Liebe wohnt,
wohnt auch der Hass,
wo es trocken wird,
war es mal nass.
Kannst nicht entscheiden,
wer von uns beiden
dir besser gefällt-
zwiespältig ist sie,deine Welt.
Du fliegst zwischen den Polen,
willst die Sterne vom Himmel holen,
willst vermitteln und erklären,
Gutes verteilen,
das Glück vermehren.
Deine Waffe ist das Wort,
wen ihr scharfes Schwert durchbohrt,
bleibt sprachlos zurück,
bei dir hat nur Glück,
wer sich mit deiner Gewandheit,
deinem Geschick
zu messen versteht-
weil er sonst schweigend untergeht.
Doch wisse, dein Verständnis
ist mehr wert als ein Wort.
Und ein ehrliches Bekenntnis
trägt allen Zweifel mit sich fort.
Verzweifle und verzage nicht,
wenn wieder einmal
ein Traum zerbricht.
Leih dir Sinn und leih dir Ziel,
hast du auch manchmal
das Gefühl, dich zu verzetteln,
zu verlieren.
Verzweige dich, so wie ein Ast,
der stetig, jedoch ohne Hast
seinem Wachstumsplane folgt.
Am Ende steht er da, dein Traum:
Sieh da, es ist ein großer Baum!

Imke Gudrun Jacobsen - 3. Feb, 08:07
Freitag, 27. Januar 2006
Das Paradies hat keinen Ort.
Das Paradies ist ein Moment,den man nicht festhalten kann..
und dann landet man wieder in der Hölle.
Oder wo?

Imke Gudrun Jacobsen - 27. Jan, 14:21
Sonntag, 22. Januar 2006
Ich komme gerade von der Insel und bin jetzt so ganz seltsam drauf.. ich hab nämlich genau das gegenteilige Gefühl von dem, was ich normalerweise hab, wenn ich wieder aufs Festland komme.. heute fühlt sich die Welt auf dem Festland ganz klein und beschränkt an, als ob rundherum Mauern gezogen wären und es keine Weiten geben würde.
Ich war heute endlos spazieren in Hörnum, wir haben Unmengen kaputte Miesmuscheln gesammelt ( die so lange vom Wasser hin- und hergespült wurden, dass das Perlmut wunderschön glänzt). Ich habe sie alle in meiner Wollmütze getragen, sodass ich am Kopf frieren musste und meine Mütze nass und sandig war.
Und weil auch meine Hände so kalt waren, habe ich Schwertmuscheln als Stäbchen benutzt, um die Miesmuscheln aufzulesen.
Der Himmel war klar und die Luft wirklich klirrend kalt.
(Später haben wir uns beide die Zunge am heißen Kakao verbrannt, so dringend mussten wir was warmes trinken!!)
Und da am Strand, als mein Schatz vorgelaufen war und ich die Muscheln gesammelt habe ( vielleicht beklebe ich damit wieder einen Blumentopf...), da hatte ich so ein Gefühl von unendlicher Weite und ich hab mich winzig klein gefühlt.
Da musste ich an eine Geschichte denken.. ich weiß nicht mehr genau, wie sie hieß.. sie handelt aber von dem kleinen Herrn Paul.
Der sitzt im Kino und möchte sich seinen Lieblingsfilm ansehen, obwohl er ihn schon 3 mal gesehen hat.
Der kleine Herr Paul kauft also einen Karte und bekommt auch in der letzten Reihe einen Platz.
Aber kurz bevor der Film beginnt, kommt ein riesen großer Mann in den Saal und setzt sich direkt vor den kleinen Herrn Paul, der natürlich nichts mehr von der Leinwand sehen kann.
Schüchtern tippt er den Riesen an und fragt:" Entschuldigen Sie, aber könnten sie sich vielleicht ein bißchen kleiner machen?"
Da knurrt der Große:" Kannst du dich etwas größer machen?!" Beschämt sitzt nun der kleine Herr Paul den ganzen Film über auf seinem Platz ohne etwas zu sehen.
Danach läuft er missmutig durch die Straßen, bis er an einer Schneiderei vorbei kommt und ihm eine Idee.
Im Schneiderladen lässt er seinen Anzug so umnähen, dass dieser ihm gerade ein Stück zu klein ist.
Und dann fühlt er sich plötzlich richtig groß und ist ganz zufrieden.
Die Geschichte geht noch weiter und auch ein bißchen anders, aber wichtig ist mir nur, dass es im Grunde egal ist, ob man groß oder klein ist...
denn das hat ja nichts damit zu tun, wie groß ( oder klein )man sich fühlt.
Oder?
Imke Gudrun Jacobsen - 22. Jan, 20:40
Dienstag, 17. Januar 2006
Es ist 11.11 Uhr. Das heißt, dass ich mir etwas wünschen darf. Hm... das ist die schwierigste Aufgabe, die ich mir heute gestellt habe. Es treten quasi gleich mehrere Probleme gleichzeitig auf:
1. Ich habe nur einen Wunsch frei
2. Die Einteilung meiner Wünsche lässt sich aufgrund von Verschiebungen ( emotional, zeitlich, etc.) nicht eindeutig sagen( welcher Wunsch ist also am wichtigsten?), womit wir auch schon bei Problem Nr.3 wären...
3. Man darf nicht sagen, was man sich wünscht, sonst geht es nicht in Erfüllung.
4. Gehen Wünsche überhaupt in Erfüllung?
Wenn ich Problem Nr.4 mit nein beantworten würde, wären die anderen Punkte gleich mitgelöst, was andererseits ein recht trauriges Bild abgeben würde, weil die Welt dann wieder ein Stück grauer wäre und ich bevorzuge da eher bunt.
Ich beschließe daraufhin, mich zu besinnen und auf das Wesentliche zu berufen... einen Versuch ist es wohl wert...
Wer legt eigentlich Werte fest?
Hoffentlich sehe ich heute noch einen Regenbogen, eine Sternschnuppe und hoffentlich sagen jemand und ich zur gleichen Zeit das gleiche und hoffentlich fallen mir dann noch genug Wünsche überhaupt ein.
Gibt es wunschlosglückliche Menschen?
Die haben es gut, oder doch nicht?
;-)
Imke Gudrun Jacobsen - 17. Jan, 11:29
Freitag, 13. Januar 2006
mein freund sagt, ich könne nie aufhören zu denken und würde mir über alles gedanken machen, über alles. über manche dinge sei es besser, sich keine gedanken zu machen, damit man unbeschwert sein kann und nicht ständig ins grübeln verfällt.
ich frage mich, wie das gehen soll. ich meine, nun habe ich eben damit angefangen, und jetzt ist es zu spät wieder einfach damit aufzuhören.
Das ist wie beim einschlafen, glaube ich. die leute können doch nicht schlafen, weil sie nicht nichts denken können und je mehr sie es versuchen, desto weniger gelingt es. das ist wirklich eine verzweigte sache.
Imke Gudrun Jacobsen - 13. Jan, 19:37
Dienstag, 10. Januar 2006
Jetzt ist schon wieder der letzte Monat im Semester angebrochen.. den verabscheue ich zutiefst. Das ist auch genau das, weshalb ich es nicht mag zu studieren. Man ist Semester für Semester immer wieder der gleichen Situation ausgeliefert: der Prüfungssituation.
Und man lernt und lernt und schläft und isst und geht zur Uni und Schluss.
Mehr geht nicht. Sobald ich mich woanders versuche zu vergnügen, taucht das kleine Teufelchen in meinem Kopf auf und erinnert mich an meinen Schreibtisch ( der eigentlich nicht mal ein richtiger Schreibtisch ist, da er mitten im Wohnzimmer steht und winzig ist..). Da liegen verschiedenste Unterlagen, die alle bearbeitet werden möchten. Nur einer möchte nicht: ICH!!!!!!!!
Das ist doch doof, oder? Wie schön wäre es, wenn ich mich einfach nur freuen könnte... " Juhu! Heute darf ich lernen!"
Immerhin werde ich doch genau das den Schülern später versuchen weiß zu machen.Mist.
Imke Gudrun Jacobsen - 10. Jan, 18:16
Mittwoch, 4. Januar 2006
Meine liebe große Schwester hat mal ne Zeit lang deutsche Literaturwissenschaften studiert und konnte schon immer ganz schöne Texte schreiben ( finde ich..), tja.
Und weil im Moment alles grau in grau ist und heute auch meine Stimmung so ausfällt, schreib ich ein passendes Gedicht von ihr mal hier auf. Ist zwar nicht von mir, aber immerhin mein eigen Fleisch und Blut ;-) Schade, dass du so wenig schreibst liebe Marie.
Verflogen ist des Frühlings Leichtigkeit
der Sommer nun lässt alles stehen
schwer und faul fallen wir
wie welkes Laub dem Herbst entgegen
was einmal war das ist nicht mehr
der Frost selbst bricht kein Eis
Träume tanzen doch was bleibt
außer Erinnerungen an andere Zeit
Ja ja... nichts ist, wie es war, nicht wahr?
Ein kluger Mann hat mal gesagt, man kann das Leben nur rückwärts verstehen... Leben tut man vorwärts.
Recht hat er.
Imke Gudrun Jacobsen - 4. Jan, 17:56
Sonntag, 1. Januar 2006
Ich fahre gerade mit dem Zug nach Sylt...00.09 Uhr ; der letzte Zug in dieser Nacht... später fährt keiner mehr, obwohl es ja im Grunde eher früh ist.
Im Dunkeln kann man weder raus aufs Meer gucken, noch schlafen, weil das Licht in der NOB so hell ist...viel zu hell.
Gerade wollte ich Musik hören und hab mich ca. 30 sec.daran freuen dürfen... dann war der Akku leer. Juhu!!
Hm... und jetzt? Ich hab kein Buch dabei... ich les gerade keins.Mist.
Manchmal liegen hier Zeitungen rum... meistens die "Bild" oder Ähnliches... heute nicht.
Keine einzige Illustrierte, nichts.
Ich bin schon immer ein ungeduldiger Mensch gewesen.. schon als Kind war ich so..zum Glück kann ich heute schon in Keitum aussteigen anstatt in Wland, aber wir waren noch nicht mal in Klanxbüll.
Wie wäre es wohl,wenn in jedem Zug eine Mini-Bücherei wäre, dann müsste sich keiner mehr über das Buch ärgern, dass er oder sie vergessen hat. Oder wenigstens kleine Kinos im Vordersitz..dann würde die Zeit dem Anschein nach schneller vergehen.
Oder wollen manche Leute vielleicht gar nicht so schnell ankommen wie ich?
Die Oma hinter mir liest ihrem Enkelsohn eine Geschichte vor.. krass! Ich hätte irgendwie nicht gedacht, dass der kleine Junge so gut zuhören kann ... der ist ganz still und guckt mit ins Buch.
Ob die Oma wohl an die Zeit denkt?
Imke Gudrun Jacobsen - 1. Jan, 21:28
Montag, 26. Dezember 2005
Ich wünsche euch allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2006.
Ich hoffe, ihr habt euch auch alle reich beschenken lassen und die Tage mit euren Familien genossen.
Ich war mal wieder überall und nirgens und habe aber am Ende doch fast alle gesehen, die ich sehen wollte.
So ist das eben, wenn die Familie so zusammen gewürfelt ist.
Gegessen habe ich mich auch mal endlich so richtig satt... puh!
Und jetzt noch ein Weihnachtsgedicht für euch:
Draußen schneits nicht
Drinnen brennt ein licht
Das wars... meine eine Hemisphäre arbeitet gerade nicht.
Dann eben noch einen Witz oben drauf:
Hallo, hier ist der Yeti und ich glaube nicht, dass es Reinhold Messner gibt.
oder
Wer anderen eine Grube gräbt,
hat ein Grubengrabgerät.
Alles gute liebe Leute,
bis die Tage
Imke Gudrun Jacobsen - 26. Dez, 12:27
Montag, 19. Dezember 2005
Ich habe mal jemanden gekannt, der hatte stets einen kleinen, goldenen Beutel bei sich.
Egal, wohin er ging, was er gerade tat... niemals habe ich ihn ohne sein wundersames Säckchen gesehen. Ich liebte seine Nähe, denn er war nie besonders traurig, nie verstimmt oder böse, nur meistens sehr still.
Da ich sehr neugierig bin, fragte ich ihn oft, was in seinem Beutel sei, wo er überhaupt wohne ... eine Antwort bekam ich aber nie.
So kam es, dass wir zusammen eine Reise unternahmen und uns so hoffnungslos verliefen, dass wir nie am hellen Tag zurückgefunden hätten:-(.
Da wurde mein Gefährte immer stiller und nachdenklicher.
Als es auch noch zu schneien begann, sah er mir plötzlich mit entschiedener Klarheit in die Augen und sagte," Wenn ich dir helfen könnte und dir das Geheimnis über den Inhalt meines Beutels verrate, behälst du es auch ganz bestimmt für dich?" "Natürlich!", versprach ich mit gespannter Neugier.
"Also gut.", sagte er geheimnisvoll.
Er öffnete vorsichtig das goldene Säckchen, in dem sich eine winzige, wie Sternenstaub funkelnde Schachtel befand.
" Stell dich ganz dicht neben mich und berühre meinen Arm..", flüsterte er. Ich tat, was mein Begleiter mir riet.
Und er öffnete das zierlich Schloss und hob den kleinen Deckel, sodass die Schachtel mit einem Satz aufsprang.
Und plötzlich schossen wir durch einen leuchtenden Tunnel, der in allen Farben erstrahlte. Gleich darauf fanden wir uns in einem wunderschönen, riesigen Palast wieder, der so groß war, dass 14 ausgewachsene Elefanten leicht darin Platz gefunden hätten.
" Hier ist mein Zuhause." , sagte mein Freund, " Ich trage es stets in einer winzigen Schachtel mit mir herum." Und er zwinkerte mir zu ;-).
Imke Gudrun Jacobsen - 19. Dez, 13:21